Manege frei für den "Kinderzirkus Pfefferoni" - April 2008
Großes Staunen war am Wochenende (26./27. April) im Gemeindezentrum der Petrusgemeinde, Kelsterbach angesagt. Es hieß: "Manege Frei – für den Kinderzirkus Pfefferoni".
In drei ausverkauften Vorstellungen zeigten über 100 Kinder aus Kelsterbach und Umgebung was sie seit Januar in den Bereichen Einradfahren, Jonglage, Drahtseil-Laufen, Akrobatik, Clownerie und Tanz gelernt hatten. Projektleiterin Sabine Schmidt hieß das Publikum willkommen: "Wir freuen uns sehr, jetzt zeigen zu können was die Kinder in den neuen Trainingseinheiten einstudiert haben." In bunten Kostümen begeisterten die kleinen Artisten dann das Publikum. Einige der kleineren Zuschauer wären am liebsten sofort mit in die Manege geklettert. „Papa – schauen…vorne!!“ mit diesen Worten drückte sich der kleine Eric (2 Jahre) an die Absperrung der Bühne, während Mika-Samuel (4 Jahre) sich sofort für seine Lieblingsshoweinlage entschieden hatte: "Mama – darf ich auch auf einem Ball laufen?"
Die artistischen Darbietungen wurden im Rahmen eines Theaterstücks dargeboten. Das Drehbuch hierfür lieferte die Kelsterbacher Schülerin Tanja Zieres. Die Rahmenhandlung spielte in einem Wunderland, in dem sich die Kinder Lisa, Emil und Sara unverhofft wieder finden. Dieses Land wird von wundersamen Wesen wie z. B. den "Neuglierlingen" (Clowns), den "Mohnsträußlern" (Seiltänzer) oder den "Lichtstrebern" (Stelzenläufer) bewohnt. Auf ihrer Reise durch das Wunderland erlebten die drei Hauptdarsteller allerhand Abenteuer, in dem sie die Bewohner dieser Phantasiewelt kennen lernten aber auch erleben mussten, dass sie nur zusammen als Team die Reise und die damit verbundenen Anstrengungen meistern können.
Zirkusdirektorin Sabine Schmidt zog eine sehr positive Bilanz: "Für die Kinder war es leicht, ihren Part zu lernen – auch Dinge wie Kugel-Laufen oder Trapez-Akrobatik. Mit den Zirkusnummern wollten wir sie ermutigen ein Ziel zu erreichen und ihnen helfen an etwas dranzubleiben, auch wenn es schwierig wird. Schluss mit Glotze, Computer und Rumhängen... - nach dem Motto: "Mutti bring die Mandarinen in Sicherheit, denn jonglieren kann man sogar zu Hause prima üben…" Bereits zum dritten Mal hat Sabine Schmidt ein solches Konzept in Kelsterbach realisiert. Zielsetzung für sie und die über 70 Mitarbeiter aus der Petrusgemeinde war, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Begabungen zu entdecken und zu trainieren. Dabei wurden motorische Fähigkeiten trainiert und ein erweitertes Körperbewusstsein entfaltet. Zur Teilnahme aufgerufen waren Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren aus Kelsterbach und Umgebung. Geworben wurde u. a. an den Kelsterbacher Schulen, die das Projekt gerne unterstützten. "Die Aufgabenstellung ist eine Herausforderung für alle – Kinder und Mitarbeiter. Die Aufgaben sind ist hervorragend geeignet, soziales Lernen, Fairness und Kooperation zu fördern, denn viele Trainingseinheiten können nur im Team gemeistert werden." so Schmidt. "Gemeinsam ein solches Projekt zu meistern, steigert Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Und das auch bei den Mitarbeitern. Viele davon sind Teenager aus der Petrusgemeinde, die hierbei auch gelernt haben zum ersten Mal Führungsaufgaben zu übernehmen." Das Publikum zeigte sich gleichermaßen begeistert, wie die kleinen Künstler, die zum Abschluss mit einem gellenden Schlachtruf in einem bunten Defilee noch einmal gemeinsam in der Manege präsentierten und darauf hoffen, dass es bald wieder heißt: "Artisten gesucht für den Kinderzirkus Pfefferoni!" |