Vom Zirkuswagen zum Gemeindezentrum, von der Vision zur Wirklichkeit: die Entstehung der Petrusgemeinde

"Von der Hausgemeinschaft zum Gemeinschaftshaus" - so könnte man die Entwicklung der Petrusgemeinde beschreiben. Am Anfang stand der Wunsch der Familien Furch, Fobbe und Römhild, zusammen zu wohnen und zu leben. Zu Beginn des Jahres 1989 wurde ein geeignetes Objekt mit mehreren Wohnungen in Kelsterbach gefunden, der Einzug in der Mainstraße konnte beginnen. Nicht nur für die "Gründerfamilien", auch für weitere Freunde war genügend Platz vorhanden, so dass zur Hausgemeinschaft bald 12 Erwachsene gehörten.

"Vom Fremdling zum Freund" wollten die "Neukelsterbacher" nun werden. Es entstanden Kontakte zur Nachbarschaft, es wurde samstags zum gemeinsamen Frühstück im Hof eingeladen, zum Kaffeetrinken am Spielplatz, zu Grillfesten oder zu Treffen abends in Hauskreisen, um über "Gott und die Welt" ins Gespräch zu kommen.

"Vom Kirchendistanzierten zum aktiven Christen" entwickelten sich einige der neuen Freunde. Angesprochen durch die Lebensweise der Christen, das Aufgenommensein in der Gemeinschaft und die Beschäftigung mit den Aussagen der Bibel kamen sie zu der Erkenntnis, dass Jesus Christus ein sinnerfülltes Leben schenkt.

"Von der Ferne in die Nähe" - irgendwann schien der Weg zu den Gottesdiensten nach Frankfurt-Höchst zu weit zu werden. Auf einer Wochenend-Freizeit im Herbst 1991 wurde ein Plan gefasst: Gemeindegründung in Kelsterbach. Doch erst zwei Jahre später - nach intensiver Vorbereitungszeit - konnte der erste Gottesdienst mit 40 Kelsterbachern gefeiert werden.

"Vom Gast zum Gastgeber" - eine Gemeinde wird sesshaft. Zunächst fand einmal im Monat ein Gottesdienst im Bürgerhaus statt, ein halbes Jahr später schon vierzehntägig im Sportpark, der Kindergottesdienst in einem umgebauten Zirkuswagen. Schließlich traf man sich wöchentlich in der Dreieichstraße, nachdem dort im Sommer 1994 Räume angemietet werden konnten. Dies war gerade noch rechtzeitig, bevor Klaus Schönberg als hauptamtlicher Pastor eingestellt werden konnte, finanziell unterstützt durch die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Frankfurt-Höchst.

"Für Gott ist das Beste gerade gut genug." Nach diesem Motto wurden und werden die Gottesdienste gestaltet. Mit einem Theaterstück oder den Puppen "Willi und Erika" zur Einstimmung auf das Thema, durch Lieder mit aussagekräftigen Texten und aktuellen Melodien sowie einer Predigt, die sich mit den Problemen von heute auseinandersetzt. All das von Menschen gestaltet, die ihre Zeit und Fähigkeiten dafür einsetzen, dass andere erfahren: Gott liebt sie, möchte ihnen begegnen und ihr Leben positiv verändern.

"Von der Zeichnung zum Richtfest" - davon träumte die Petrusgemeinde schon 1995. Denn die Räume in der Dreieichstraße wurden schnell zu klein, die 90 Stühle im Gottesdienstraum waren regelmäßig besetzt. Aber erst zwei Jahre später konnte ein Architekt beauftragt werden, die Pläne für den Umbau einer ehemaligen Dentalfabrik zu entwerfen. Möglich wurde dies durch einen Zuschuss des Vermieters, durch die finanzielle Hilfe der Stadt Kelsterbach, den Spenden der Mitglieder und Freunde der Petrusgemeinde, sowie durch einen zinsgünstigen Kredit.

"Samstagstreff am Bau" hieß das Motto ab Juli 1997. Ein Jahr verging, bis mit viel Arbeit, Mühe und aufopferungsvollem Einsatz aus dem Maschinenraum ein Gottesdienstraum entstand. Aus der Dentalfabrik war ein Gemeindezentrum geworden.

"Von der Vision zur Wirklichkeit." Fast 10 Jahre hat es gedauert, bis eine Gemeinde mit vielen neuen Mitgliedern und Freunden herangewachsen war. Die Motivation ist Jesus Christus, der auf die Erde kam, um für alle Menschen den Weg zu Gott freizumachen. Und er weiß auch, mit welcher Dynamik die Geschichte der Petrusgemeinde weitergehen wird.